Pfarre Hüttendorf


Kirche

Sie steht ungefähr in der Mitte des Ortes an der Landesstraße 35 und ist durch ihren barocken Turm mit Zwiebelhelm weithin bekannt. Von der Architektur her ist unsere Kirche ein spätgotischer Kapellenbau, der um 1730 barockisiert wurde. Der Turm wurde im Jahre 1701 erbaut und 1769 erhöht. Die Kirche ist der hl. Barbara geweiht, die Ende des 3. Jahrhunderts gelebt hat und schon frühzeitig Mittelpunkt der Verehrung als Patronin der Bauern wurde. Die Bewohner der umliegenden Orte pilgerten regelmäßig am Barbaratag nach Hüttendorf, wie aus einer Prozessionsordnung von 1765 ersichtlich ist.

Auch heute wird vor jeder Messfeier im Anschluss an das Rosenkranzgebet die hl. Barbara angerufen: “Heilige Barbara, du edle Braut. Mein Leib und Seel‘ sei dir anvertraut, sowohl im Leben als im Tod komm mir zu Hilf in letzter Not, komm mir zu Hilf am letzten End, dass ich empfang das heilige Sakrament und mir von Gott die Gnad erwerb, dass ich in schwerer Sünd nicht sterb!”

1783 Unter Kaiser Josef II wird Hüttendorf durch das Hofkanzleidekret vom 20. Juli zur Pfarre, damals “Lokalkaplanei” genannt. Die Pfarre wird dem Barnabitenorden zur Betreuung übergeben. Die Barnabiten sind bereits seit 1599 in Mistelbach.

1846 Martin Lehner lässt 14 Kreuzwegbilder malen und schenkt sie der Kirche.

1872 Franz Weiner wird als Mesner aufgenommen.

1890 erfolgt ein Kirchenumbau. Ein neuer Altar wird aufgestellt, ebenso Bänke.

1894 Bürgermeister Resch spendet der Pfarre eine Marienstatue, 1906 Kirchenfahnen,

1908 den Baldachin für Fronleichnam und 1912 die Weihnachtskrippe.

1924 wird die Pfarre von den Salvatorianern übernommen. Der jeweilige Pfarrer wohnt in Hüttendorf. Zuletzt P. Stefan Müller bis 1992.

1932 wird das Pfarrheim errichtet. Jetzt Haus St. Barbara im Haus Obere Landstraße 34.

1936 wird der Hüttendorfer Josef Krenn zum Priester geweiht.

1945 Am 17. April wird die Kirche durch Kampfhandlungen schwer beschädigt. Der Wiederaufbau kann 1955 mit dem Aufzug der Glocken und des Turmkreuzes vollendet werden.

1978 bis 1984 erfolgt eine gesamte Innen- und Außenrenovierung. Mit einer 200-Jahrfeier wird der Abschluss der Arbeiten begangen.

1998 Der Kirchenraum wird neu gestaltet. Der restaurierte Seitenaltar kommt an die Stelle des früheren Hauptaltares, das Kreuz an die südliche Seitenwand.