Pfarre Hüttendorf


Pfarrhaus

Eine genaue Jahreszahl, wann der Pfarrhof errichtet wurde, gibt es nicht. Es ist aber anzunehmen, dass er im Jahr 1783 oder bald danach gebaut wurde, nachdem Hüttendorf eine selbsständige Pfarrei geworden war und natürlich auch eine Herberge für den Pfarrer brauchte. Der Pfarrhof war bis nach dem 2. Weltkrieg eines der ersten einstöckigen Gebäude im Dorf, hatte einen umzäunten Innenhof mit Stallungen für Kleinvieh und noch Platz genug für einen Gemüsegarten mit Gartenhäuschen, Obstbäume und einen Holzschuppen. Auch ein Tiefkeller gehörte dazu. Der Pfarrhof wurde schon mit gebrannten Ziegeln erbaut und hatte Ziegeldachdeckung zu einer Zeit, in der noch fast alle Häuser mit Stroh oder Schilf gedeckt waren.

1924: Der letzte Barnabit P. Netuschil zieht aus dem Pfarrhof aus und der erste Salvatorianer, P. Bernhardin Jung, zieht am 24. Jänner ein.

1931: Unter Pfarrer P. Joh. Capistran Schärfl wird direkt neben dem Pfarrhof mit dem Bau eines Pfarrheims begonnen. Schon am 26. Juni 1932 kann es dank der tätigen Mithilfe der Ortsbevölkerung eingeweiht werden. Baumeister Haring hat es um 8.800 Schilling gebaut.

1999 wird die längst fällige Restaurierung des Pfarrhofs in Angriff genommen. Der Pfarrsaal wird im Zuge dieser Arbeiten zum größten Teil in Eigenregie ebenfalls adaptiert, sodass er heute sowohl für kirchliche Zwecke als auch für andere gesellige Zusammenkünfte verwendet wird. Mit dem nachträglichen Bau eines Regenschutzdaches im Pfarrgarten steht das Ensemble auch bei Schlechtwetter für alle möglichen Zwecke zur Verfügung. Da die Patres des Salvatorianerordens, die Mistelbach und die umliegenden Ortschaften betreuen, heute gemeinsam im Mistelbacher Pfarrhaus wohnen, wurde das Obergeschoss vermietet. Im Parterre sind die Pfarrkanzlei, eine Küche und Nebenräume untergebracht.